25. September 2026

Schule in der Digitalität gemeinsam weiterentwickeln

Mit dem ersten Abschluss des CAS «Fachkarriere: Schule in der Digitalität» der PH Luzern qualifizieren sich 24 erfahrene Lehr- oder Schulleitungspersonen für eine zentrale Aufgabe an den Luzerner Volksschulen: Als Fachverantwortliche Digitalität gestalten und begleiten sie die Schulentwicklung in der Digitalität ihrer jeweiligen Schulen.

Schule in der Digitalität soll Kinder und Jugendliche dazu befähigen, sich souverän in einer zunehmend digital geprägten Welt zu bewegen und als Erwachsene selbstbestimmt und verantwortungsvoll handeln zu können. Für Schulen bedeutet dies weit mehr als den Einsatz digitaler Geräte oder einzelner Anwendungen. Digitalität betrifft Unterricht und Lernen ebenso wie Organisation, Zusammenarbeit, Kommunikation, Personalentwicklung und technische Infrastruktur.

Fünf Handlungsfelder, dreifache Schlüsselrolle

Der Kanton Luzern hat diese Entwicklung mit der Umsetzungshilfe «Schule in der Digitalität» konkretisiert. Sie umfasst fünf Handlungsfelder: Organisation und Struktur, Personal und Rollen, Pädagogik und Didaktik, Kommunikation und Zusammenarbeit sowie IT-Infrastruktur und Applikationen. Alle Schulen entwickeln auf dieser Grundlage ihr eigenes Konzept «Schule in der Digitalität».

Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei die Fachverantwortlichen Digitalität. Sie stossen Entwicklungsprozesse an, koordinieren deren Umsetzung und übernehmen dafür fachliche Verantwortung. Dabei bringen sie pädagogische, organisatorische und technologische Perspektiven zusammen. Der CAS «Fachkarriere: Schule in der Digitalität» bereitet gezielt auf diese anspruchsvolle Funktion vor. Er entstand im Rahmen des kantonalen Massnahmenpakets zur Stärkung des Lehrberufs und wurde vom Zentrum Medienbildung und Informatik (ZEMBI) der Pädagogischen Hochschule Luzern in Absprache mit der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern entwickelt.

Im CAS setzen sich die Teilnehmenden mit den verschiedenen Dimensionen digitaler Schulentwicklung auseinander. Dazu gehören Fragen der Unterrichts- und Schulentwicklung ebenso wie neue Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Datenschutz, digitale Zusammenarbeit oder die Gestaltung schulischer Strukturen und Prozesse. Digitale Möglichkeiten eröffnen neue Formen des Lehrens, Lernens und Zusammenarbeitens und verändern zugleich schulische Prozesse und Strukturen. Im CAS setzen sich die Teilnehmenden damit auseinander, wie Schulen diese Entwicklungen pädagogisch sinnvoll, reflektiert und verantwortungsvoll gestalten und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen mitentwickeln können.

Verbindung zur eigenen Schule

Die Weiterbildung ist eng mit der eigenen Schule verbunden. Zu Beginn analysieren die Teilnehmenden ihr Praxisfeld und ihre Rolle als Fachverantwortliche Digitalität. Anschliessend entwickeln sie ein Projekt, das auf einen konkreten Entwicklungsbedarf ihrer Schule ausgerichtet ist. Dieses wird im Verlauf des CAS umgesetzt, reflektiert und weiterentwickelt. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Modelle werden damit unmittelbar mit konkreten Herausforderungen aus der Schulpraxis verbunden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Vernetzung. Die Teilnehmenden bringen unterschiedliche Erfahrungen aus ihren Schulen und Schulgemeinden ein, tauschen Lösungsansätze aus und entwickeln Ideen gemeinsam weiter. Gleichzeitig sind sie Teil des neuen kantonalen Fachkarrieren-Netzwerks Digitalität, das den Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung über die einzelne Schule hinaus unterstützt.

«Die Fachverantwortlichen Digitalität übernehmen eine anspruchsvolle Schnittstellenfunktion», sagt Christine Stoltz, Leiterin des CAS. «Sie müssen Entwicklungen fachlich einschätzen, unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Schule zusammenbringen und Veränderungsprozesse mitgestalten. Entscheidend ist die Frage, wie wir Schule in einer Kultur der Digitalität pädagogisch sinnvoll und verantwortungsvoll weiterentwickeln und Kinder und Jugendliche auf eine zunehmend digital geprägte Lebenswelt vorbereiten.»

Mit der Diplomfeier schlossen am 24. September 2026 nun 24 Fachverantwortliche Digitalität den ersten Durchgang des CAS erfolgreich ab. Das Weiterbildungsangebot der PH Luzern ist aber weiterhin gefragt: Der zweite Durchgang ist mit einer ausgebuchten Gruppe gestartet. Anmeldungen für den nächsten geplanten Durchgang 2027 sind bereits möglich (via Link im Button am Ende dieses Beitrags).

Bildergalerie von der Diplomfeier am 24. September 2026 (Fotos: Eveline Beerkircher)


Kontakt

Dozentin
Christine Stoltz
Sentimatt 1
6003 Luzern
christine.stoltz@phlu.ch
Portrait
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