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KI-generierte Bilder werden immer realistischer und sind von echten Aufnahmen kaum noch zu unterscheiden. Am ersten Abend der Vortragswerkstatt «Echt?» wurde gezeigt, wie solche Bilder entstehen und wie ein kritischer Umgang damit gelingt.
Die Vortragswerkstatt wurde mit dem Referat «Wenn Bilder lügen – in Zeiten künstlicher Intelligenz» eröffnet. Mit jeder Modellgeneration werden KI-generierte Bilder realistischer und fehlerärmer. Typische Bildfehler, an denen man sie früher erkennen konnte, verschwinden zunehmend. Qualität, Tempo und Zugänglichkeit der Werkzeuge steigen rasant.
Als Deepfakes werden Bild-, Audio- und Videoinhalte bezeichnet, die mit KI-Techniken erstellt oder verändert wurden. Solche Inhalte lassen sich kreativ und produktiv nutzen, sie können aber auch zur Täuschung und Manipulation eingesetzt werden. Weil die reine Sichtprüfung immer weniger verlässlich ist, rückt die Quellenprüfung ins Zentrum – etwa durch laterale Recherche: Eine Quelle wird dabei nicht isoliert beurteilt, sondern über weitere, unabhängige Quellen eingeordnet. Thematisiert wurde auch, wie Schulen bei problematischen Fällen wie sexualisierten Deepfakes besonnen und strukturiert vorgehen können.
Im Workshop-Teil diskutierten die Teilnehmenden Fallbeispiele in Kleingruppen. Als Orientierung diente der KI-Kompetenzrahmen «Lernende für das KI-Zeitalter befähigen» (OECD/Europäische Union, 2026). Er beschreibt vier Kompetenzbereiche: mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI aktiv mitgestalten. Deutlich wurde an diesem Abend: Kritisches Prüfen und Hinterfragen gehört heute zu zentralen Medienkompetenzen.
Die Vortragswerkstatt wird am 20. Oktober 2026 mit dem Thema «Vertrauen und Desinformation im digitalen Zeitalter» fortgesetzt. Am 5. November 2026 stehen «Geschichten zwischen Fiktion und Wirklichkeit» im Zentrum des dritten und letzten Abends.
Anmeldungen sind noch möglich.