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Intensive Diskussionen, neue Perspektiven und zahlreiche Begegnungen prägten die internationale Tagung «Higher Education Space Development» an der PH Luzern. Rund 70 Teilnehmende tauschten sich über Projektergebnisse, methodische Ansätze und die Zukunft der Hochschulraumentwicklung aus.
Rund 70 Interessierte aus In- und Ausland und Übersee trafen sich am 23. und 24. Juni 2026 in der aufgeheizten Aula der PH Luzern, um mehr über die Ergebnisse des Hochschulraumentwicklungsprojekts «Higher Education Space Development» zu erfahren, spannenden Keynotes zuzuhören – mitzudiskutieren, unterschiedliche methodische Zugänge der Hochschulraumentwicklung kennenzulernen und sich nicht zuletzt zu vernetzen. Bereits vor dem Start entschieden sich viele Teilnehmende die Exkursion an die HSLU Design Kunst und Film mit Projektteam-Mitglied Eliya Pagelli zu besuchen. Nach zwei bewegenden Tagen lautete das beflügelnde Resümee der Teilnehmenden, dass sie das Gefühl haben, dass durch die Tagung ein Grundstein für die Entwicklung einer «Community» zur Hochschulraumentwicklung gelegt wurde.
Die Grösse der Tagung war bewusst unter 100 angelegt: Einerseits ist dies dem eher wenig etablierten Thema «Lernen und Raum» geschuldet und Hochschulräume bilden hier ein Spezialgebiet. Dennoch gelang es eine Vielfalt an Beiträgen von unterschiedlichen Hochschulen aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz zusammenzubringen. Darüber hinaus konnte auch unsere australische Projektpartnerin, Lindy Osborne Burton von der Charles Darwin University zu uns kommen und mit Katja Ninnemann (HTW Berlin), einer der wenigen deutschsprachigen Forscher*innen im Feld der Hochschulraumentwicklung, eine dialogische Keynote halten, die von Martin Viehhauser, einem ausgewiesenen Experten des interdisziplinären Feldes der Architektur und Pädagogik (Universität Fribourg), moderiert wurde.
Das konsequente Einlösen des dialogischen Formats und die Vielfalt der Beiträge wurde von den Teilnehmenden als sehr inspirierend erlebt: Schon der Start erfolgte dialogisch: Kein einführender Vortrag, sondern es wurden 4 verschiedene Perspektiven durch provokative Thesen zum Thema der Hochschulraumentwicklung zwischen Konvention und Wagnis in 5-minütigen Inputs eingebracht und zur Diskussion gestellt. Neben der Präsentation der Projektergebnisse von «Higher Education Space Development» erhielten die Projektpartner*innen mit ihren konkreten Hochschulraumentwicklungsprojekten Zeit ihre Arbeiten vorzustellen. Danach wurde der thematische Fokus nochmals geöffnet, indem auch Projekte, die nicht im Projektkontext standen, vorgestellt wurden – vom Bildungsgarten bis zur Arbeit von Architekturbüros. Allein am Dienstagabend wurden hier 13 Projekte vorgestellt.
Für des Wohlbefinden der Teilnehmenden trotz grosser Hitze zu sorgen, war keine leichte Aufgabe – jedoch versuchten wir die Umgebung zu nutzen – beispielsweise die naheliegende Reuss für Abkühlung und hatten ein grossartiges Tagungsmanagement-Team das die Auswahl der Räume, die Versorgung mit ausreichend Getränken usw. sehr sorgsam betrieben hat. Es brauchte die Zusammenarbeit mit vielen Personen und nicht zuletzt mit einem grossartigen Team – mit Roland Künzle, Eliya Pagelli, Ulrich Kirchgässner und Cornelia Dinsleder an der PH Luzern sowie mit Samuel Krattenmacher (PH Schaffhausen) und Lindy Osborne Burton (Australien). In der die Tagung abschliessenden Keynote verdeutlichte Alexandra den Heijer von der TU Delft Dilemmas und Trends einer zukünftigen Campusentwicklung und plädierte für Vernetzung und Kollaboration. Genau diesen Anspruch realisierte die Tagung, indem sie zwar den Schlusspunkt des Projekts HESD markiert, aber auch zum Startpunkt für weitere Projekte und Vernetzungen zum Thema der Hochschulraumentwicklung wurde. Die Veröffentlichung eines Tagungsbandes wird bis zum Sommer 2027 erfolgen.
Auf der Tagungswebsite finden sich im Programm verlinkte Abstracts, die inhaltliche Einblicke zu allen Beiträgen bieten.