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Caroline Lanz blickt in einem Kurzinterview zurück auf einige Aspekte des vergangenen Jahres und erläutert, warum sie auch im neuen Jahr ein gedrucktes Magazin plant.
Welches waren im Leistungsbereich Weiterbildung und Dienstleistungen die grössten Herausforderungen im Jahr 2025 und wie wurden diese gemeistert?
Im Leistungsbereich Weiterbildung und Dienstleistungen standen 2025 vor allem inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklungen im Zentrum. Eine zentrale Herausforderung war die zunehmende Vielfalt und Dynamik der Anforderungen aus dem Berufsfeld Schule. Themen wie Digitalisierung, Heterogenität, Fachkräftemangel oder neue Führungsanforderungen verlangten nach passgenauen, aktuellen und gleichzeitig praxisnahen Angeboten.
Gleichzeitig stellte die Zusammenführung von Weiterbildung und Dienstleistungen in einem gemeinsamen Prorektorat eine wichtige Transformationsphase dar. Unterschiedliche Kulturen, Prozesse und Angebotslogiken mussten aufeinander abgestimmt werden. Diese Herausforderung wurde gezielt genutzt, um Synergien zu schaffen, Schnittstellen zu klären und die strategische Ausrichtung zu schärfen.
Gemeistert wurden diese Herausforderungen insbesondere durch eine enge Orientierung an den Bedürfnissen der Schulen und Bildungsinstitutionen, eine verstärkte bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Formaten und Inhalten.
Im operativen Bereich zeigte sich die Herausforderung vor allem darin, ein breites und differenziertes Angebot für verschiedene Zielgruppen (Lehrpersonen, Schulleitungen, Behörden) weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Qualität hoch zu halten. Dies gelang durch:
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Positionierung im Weiterbildungsmarkt: In einem kompetitiven Umfeld konnte sich die PH Luzern durch Praxisnähe, Qualität und Anschlussfähigkeit an die Bedürfnisse der Schulen behaupten.
Ein Highlight des Jahres ist das Weiterbildungsmagazin «Plus»: Woher nehmen Sie den Mut, in der heutigen Zeit nicht nur in digitaler, sondern auch gedruckter Form den Markt zu bespielen?
Der Entscheid, das Weiterbildungsmagazin «Plus» nicht nur digital, sondern auch in gedruckter Form herauszugeben, ist bewusst und strategisch getroffen worden. Gerade in einer zunehmend digitalen Welt schafft ein hochwertiges Printprodukt einen besonderen Mehrwert: Es lädt zum vertieften Lesen ein, vermittelt Wertigkeit und bleibt länger präsent. Zudem erreichen wir damit Zielgruppen, die Print nach wie vor schätzen oder sich bewusst Zeit für analoge Inhalte nehmen möchten.
Zahlreiche Weiterbildungs- und Dienstleistungsangebote stehen in direkter Verbindung mit «KI»: Welche Umgangsformen damit fielen im Jahr 2025 besonders auf und wie wird sich KI im Bildungsbereich respektive der Bildungsbereich mit KI entwickeln?
Weiterbildungs- und Dienstleistungsangebote im Bereich KI waren auf allen Bildungsstufen stark nachgefragt, vom Kindergarten bis zur Hochschule. Besonders geschätzt wurden Formate, die aktuelle Forschung verständlich aufbereiten und direkt mit der Unterrichtspraxis verknüpfen. Im Zentrum standen dabei konkrete, sofort einsetzbare Anwendungen, wie etwa KI-Kompetenzrahmen (z. B. der OECD), die KI-Toolbox sowie niederschwellige Materialien für Lernende wie KI-Poster.
Die Nachfrage verschiebt sich zunehmend in Richtung Schulentwicklung, insbesondere auf der Sekundarstufe II. KI wird vermehrt als struktureller Treiber von Veränderungsprozessen wahrgenommen. Schulen und Bildungsinstitutionen stellen vermehrt die Frage, wie KI fachlich und didaktisch sinnvoll, lehrplankonform und abgestimmt auf das jeweilige Schulfach und Schulmodell integriert werden kann. Auch die Gestaltung der Prüfungsformate in den jeweiligen Fächern.
Im Fokus stehen dabei die konkrete Ausgestaltung von KI-Kompetenzen (z. B. auf Basis von OECD-Modellen) in Form von Lernaktivitäten sowie die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen. Gleichzeitig gewinnt die Einführung datenschutzkonformer Lösungen (z. B. Fobizz) an Bedeutung.
Auffällig ist zudem eine zunehmende Nachfrage nach umfassenden Schulentwicklungsprozessen, auch von grossen und ausserkantonalen Institutionen, die entsprechend umfangreiche personelle Ressourcen erfordern.