Vorstellung Dissertationsprojekte

Philipp Peter und Daniel Goldsmith stellen in diesem F&E-Kolloquium ihre Dissertationsprojekte vor. Beide Dissertationen befassen sich mit der Professionalisierung angehender Lehrpersonen im Bereich der Klassenführung.

Wann:
Montag, 26. Oktober 2026, 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr
Wo:
Uni/PH-Gebäude (UP)
Hörsaal 6

Lerntypologische Differenzen beim Lernen von Klassenführung im Praktikum

Klassenführung gilt als zentrale Basisdimension von Unterrichtsqualität und zugleich als anspruchsvolle professionelle Aufgabe, insbesondere für angehende Lehrpersonen. 

Das Dissertationsprojekt untersuchte, wie Studierende Lerngelegenheiten zur Klassenführung während schulpraktischer Ausbildungsphasen wahrnahmen und nutzten. Grundlage bildeten wöchentliche Lerntagebücher aus einem fünfwöchigen Blockpraktikum an der Pädagogischen Hochschule Luzern. 

Im Zentrum stand die Frage, welche unterschiedlichen Muster sich in der Auseinandersetzung mit Klassenführung zeigen und wie sich diese im Verlauf praktischer Erfahrungen beschreiben lassen. Dazu wurden die Lernberichte systematisch ausgewertet und zu typischen Wahrnehmungs- und Nutzungsmustern verdichtet. Ziel war es, Professionalisierungsprozesse im Kontext der Klassenführung differenziert zu erfassen und Ansatzpunkte für die Gestaltung schulpraktischer Ausbildungsphasen sowie die Begleitung angehender Lehrpersonen abzuleiten.

Referent: Dr. des. Philipp Peter, PH Luzern

Die Entwicklung von Professionswissen bei S1-Studierenden im Bereich Klassenführung

Klassenführung gilt als zentrale Basisdimension von Unterrichtsqualität. Die Dissertation untersucht explorativ, wie sich das Professionswissen angehender Lehrpersonen zur Klassenführung auf der Ebene des erreichten Curriculums entwickelt. 

Zu drei Zeitpunkten stellten Studierende ihr Wissen in Concept Maps dar. Ausgehend vom Vorwissen wurde untersucht, wie sich ihre Wissensstrukturen nach einem vierwöchigen Unterrichtspraktikum und einem anschliessenden institutionellen Lernangebot verändern. Analysiert wurden die strukturelle Komplexität und Qualität der Concept Maps sowie die darin ersichtlichen Angebotsbezüge. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass sich die Wissensbestände der Studierenden zunehmend differenzieren, stärker vernetzen und theoriegestützter strukturieren. 

Der Vortrag rekonstruiert diese Entwicklung und zeigt, wie institutionelle und schulpraktische Angebote und individuelle Aneignung zusammenspielen und welche Rolle kohärent gestaltete Lerngelegenheiten für die Professionalisierung angehender Lehrpersonen spielen können.

MA Daniel Goldsmith, PH Luzern


Kontakt

Assistentin Geschäftsstelle F&E / Kommunikationsverantwortliche F&E
Rosanna Schaufelberger
Sentimatt 1
6003 Luzern
rosanna.schaufelberger@phlu.ch
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