6. November 2026

«Robotics in the real world» – Bildung und Wirtschaftspraxis im Dialog

Roberta plus läuft seit April 2025. Im November 2026 wird das Projekt um einen weiteren Bestandteil erweitert: den Austausch von Bildungsfachpersonen mit Wirtschaftspartnern. Ein Ergebnis: Neue Impulse für schulischen Unterricht.

Das Projekt «Roberta plus» hat zum Ziel, gendersensiblen Informatikunterricht im Bereich Robotik auf der Primar- und Sekundarstufe I in der Deutschschweiz zugänglich zu machen. Unter der Projektleitung mit organisatorischer Verantwortung von IngCH und der Projektpartnerin PH Luzern mit inhaltlicher Leitung des Projekts sollen mit weiteren Pädagogischen Hochschulen als Kooperationspartner mindestens 10'000 Schüler*innen plus 3'000 angehende bzw. amtierende Lehrpersonen erreicht werden.  

Das Projekt umfasst folgende Elemente:

  • «Roberta-Workshops» für Schulklassen vom 5. bis 8. Schuljahr, von pädagogisch-didaktisch geschulten Kursleitenden durchgeführt
  • «Roberta-Schulungen» als Aus- und Weiterbildung für Lehrpersonen
  • Austausch mit Wirtschaftspartner*innen für relevante Unterrichtsbeispiele aus dem echten Leben
  • Begleitevaluation und Weiterentwicklung des Angebots

Punkt 3 des Projekts mit dem Slogan «Robotics in the real world» wurde nun gestartet: Am 4. November 2026 bot eine Veranstaltung bei der weltweit tätigen Firma Schindler in Ebikon (LU) Gelegenheit, die Verbindung von Robotik im Unterricht mit Einblicken in die Arbeitswelt zu verknüpfen und live zu erleben. Vertreter*innen der Pädagogischen Hochschulen Luzern und Schwyz sowie Lehrpersonen und Schulleitungsmitglieder lernten unter anderem den Montageroboter R.I.S.E kennen, der Montagearbeiten in mehr als 100 Meter hohen Liftschächten autonom  ausführt. Dabei kamen auch für den Roboterbau und -einsatz Lehrberufe zur Sprache, ebenso die Frage, im Austausch mit der HR-Verantwortlichen von Schindler, wie sich mehr Mädchen und Frauen für technische Berufe begeistern lassen. Künftig werden solche Veranstaltungen pro beteiligte Region ein- bis zweimal jährlich stattfinden. Der Start in der Region Luzern jedenfalls ist geglückt.

Am Vortag hatte unter der Leitung von Nina Regli, PH Luzern, an der Primarschule Ballwil mit der Klasse von Laura Schupp Robotikunterricht stattgefunden, wie er im Rahmen von Roberta plus zum Einsatz kommt. Die Schüler*innen programmierten dabei Roboter «in der Stadt der nahen Zukunft» und konnten das Thema so unmittelbar im Unterricht erleben.

«Robotikunterricht und Firmenbesuch zeigen, wie Roberta plus Bildungsarbeit im Klassenzimmer mit Erfahrungen aus der Praxis verbindet. Während die Schüler*innen Robotik praktisch anwenden, erhalten Bildungsfachpersonen Einblicke in deren Einsatz in der Arbeitswelt und damit neue Impulse für den Unterricht», sagt Andrea Maria Schmid, an der PH Luzern Dozierende, zertifizierte Roberta-Coache und Koordinatorin des RobertaRegioZentrums Luzern.

Ein nächstes Ziel des Projekts Roberta plus mit einer Laufzeit bis 2029  ist die Ausweitung auf weitere Regionen der Deutschschweiz. Gestartet in der Zentralschweiz 2025/26, hat das Projekt bereits 2026 auch in Bern Fuss gefasst. Die schrittweise Erweiterung sieht vor, dass ab dem Jahr 2027 auch in der Nordost- sowie der Nordwestschweiz Schulklassen (Zyklus 2 und 3) und Lehrpersonen das Angebot nutzen – u.a. mit mindestens 10 Robotik-Tagen pro Jahr und Region.

  • Mitarbeitende PH Luzern: Andrea Maria Schmid & Markus Wilhelm (Co-Leitung Projekt Roberta plus), Beat Horat, Janine Küng, Anja Lanz, Doris Reck, Urs Meier, Michel Hauswirth, Nina Regli
  • Mitarbeitende IngCH: Lea Hasler (Leitung), Sandro Matzinger, Zoé Jeanneret

Bildergalerie (Fotos: Nadia Schärli)


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